Kommunen und kommunale Einrichtungen, z. B. Schulen, Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, städtische Behörden u. v. m. nutzen jeden Tag eine große Zahl von Produkten, die gefährliche Stoffe enthalten können: Reinigungsmittel, Büromaterialien, IT-Produkte, Möbel, Baumateralien – die Liste lässt sich noch lange fortsetzen. Verantwortlich für den Kauf dieser Produkte ist die öffentliche Beschaffung. Sie ist je nach Kommune unterschiedlich organisiert, d. h. zum Teil gibt es zentrale Beschaffungsstellen, zum Teil organisieren kommunale Einrichtungen ihre eigene Beschaffung. Über Leitlinien für die Beschaffung können die Kommunen beeinflussen, welche Produkte gekauft und welche vermieden werden. Existiert zum Beispiel auf kommunaler Ebene die Vereinbarung, umweltfreundliche Produkte zu beschaffen, kann diese Vereinbarung als Argument genutzt werden, den Kauf eines ökologisch unbedenklichen Produkts zu rechtfertigen, dass u. U. teurer ist als seine konventionelle Entsprechung.